Nach dem Rundgang, bei dem sie u.a. die Werkstatt, die Gästezimmer, den Hofladen, die Werkstatt oder auch die Küche besichtigte, nahm sie sich bei einem gemeinsamen Mittagessen die Zeit für Gespräche mit den Menschen, die diesen Ort tagtäglich mit Leben füllen sowie mit jenen, die dank VinziRast am Land wieder neue Lebensperspektiven gefunden haben.
„VinziRast zeigt, was es heißt, füreinander da zu sein. Gerade in der Vorweihnachtszeit, wenn der Wunsch nach Nähe und Geborgenheit besonders spürbar wird, steht die VinziRast für gelebten Zusammenhalt – für ein Miteinander, das niemanden zurücklässt“, betonte die Landeshauptfrau.
Die VinziRast, 2003 von Cecily Corti gegründet, wird bis heute ausschließlich von freiwillig engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen. „Ein weiteres Leuchtturmprojekt im Land der Freiwilligen´“, so Mikl-Leitner, die ausführte, dass sich in Niederösterreich jeder und jede Zweite freiwillig engagiere. „Hier wird Menschlichkeit nicht nur gedacht, sondern tagtäglich gelebt“, zeigte sie sich von ihrem Besuch beeindruckt. VinziRast sei „ein Platz der Würde und ein starkes Zeichen dafür, wie viel wir einander geben können.“
„Ehrenamt und freiwilliges Engagement sind für mich untrennbar mit Menschlichkeit verbunden. Es ist mir ein tiefes Bedürfnis, Menschen zu unterstützen, die es im Leben schwerer haben. Dabei geht es ums Handeln, ums Anpacken – nicht nur ums Klagen. Veränderung entsteht nur durch persönlichen Einsatz“, so Obfrau Veronika Kerres, die die Obmannschaft 2018 von Cecily Corti übernahm und die sich seit zwanzig Jahren in der VinziRast engagiert. „Der Verein mit über 300 Freiwilligen, zeigt, wie viel man gemeinsam bewirken kann: Menschen in Not erhalten einen Platz in unserer Gemeinschaft, ein Bett, Kleidung und vor allem Aufmerksamkeit. Teil dieser Gemeinschaft zu sein erfüllt mich, schafft Balance in meinem Leben und rückt vieles in die richtige Perspektive.“
Im Zentrum bei VinziRast steht die persönliche Beziehung zu den Menschen: Jede und jeder wird angenommen, wie er oder sie ist – ohne Urteil. Werte wie Liebe, Vertrauen, Achtsamkeit und die Bereitschaft zur Versöhnung prägen das tägliche Zusammenleben. Menschen unterschiedlichster Herkunft, Altersgruppen und Berufe wirken hier zusammen. Finanziert wird der Verein ausschließlich durch private Spenden.
